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Zu Gast in Dresden

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Workshop IIIWie vor einigen Wochen schon erwähnt waren zwei unserer Redakteure in den Ferien auf einem Schülerzeitungsseminar in Dresden. Die Technische Universität Dresden hatte uns eingeladen, um die Universität besser kennen zu lernen und um Tipps für unsere Schülerzeitung mitzunehmen. Neben vielen Sehenswürdigkeiten lernten wir auch einen Teil des Studentenlebens kennen und sahen, wie richtige Redakteure arbeiten.

Als wir am Montag nach 7 stündiger Fahrt endlich am Dresdener Hbf ankamen wurden wir herzlich von Romy Sell, einer Kunsthistorikerin und Studentin, die uns betreuen sollte, empfangen. Nachdem alle 16 Teilnehmer da waren ging es für uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unserem Hotel, der City Herberge. Diese war sehr zentral gelegen und so konnte man die Frauenkirche zu Fuß in nur 5 Minuten erreichen. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen und unsere Koffer ausgepackt hatten brachen wir auch schon wieder hungrig auf um in der Planwirtschaft gemeinsam zu essen. Bei gemütlicher Atmosphäre lernten wir uns besser kennen und erfuhren auch etwas über die anderen Schülerzeitungen. So gab es neben uns nur noch eine online Schülerzeitung, denn alle anderen waren Printmedien. Nach dem Essen ging es noch durch die Dresdener Neustadt, doch wir waren alle zu müde um dem Wissenswerten von Romy zuzuhören.

Der nächste Tag begann in aller Frühe mit einer Führung durch die Theaterwerkstätten der Semperoper. Diese befinden sich „Am Zwingerteich“ und wurden 1850 errichtet um die Dekoration, das Bühnenbild und die Kostüme für die Semperoper und das Schauspielhaus zu entwerfen und erstellen. Es gibt verschiedene Gewerke wie Tischler, Schlosser, Maler, Dekoratuer, Tapezierer, Schneider und die Rüstkammer. So kümmert sich zum Beispiel letztere um die Menge an Munition, die benötigt wird, wenn in dem Stück geschossen wird.

Nach der sehr informativen und interessanten Führung stand uns nun eine kleine Stadtführung bevor. So zeigte Romy uns einige der vielen Sehenswürdigkeiten Dresdens unter denen der Zwinger, die katholische Hofkirche, die Kreuzkirche und der berühmte Fürstenzug waren. Der Fürstenzug ist eine Darstellung der Kurfürsten und Könige auf einer Länge von 101 Metern und bestehend aus 24.000 Fliesen. Die Frauenkirche konnten wir auf Grund einer Zeremonie nicht besichtigen und so ging es in die Unimensa zum Mittagessen. Gestärkt und aufgewärmt machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Schülerzeitungsseminar. Der Leiter war Herr Dr. Thomas Hartung, der auf Grund einer vielseitigen Vergangenheit als Journalist und Dozent für Medienproduktion und Medienkommunikation uns einige Tipps für unsere Schülerzeitungen mitgeben wollte. Das Thema war an diesem Tag der Pressekodex und so lauschten wir gespannt seinen Worten.

Für den Abend war das Schauspiel Romeo und Julia im Staatsschauspiel vorgesehen. Mit unterschiedlichen Erwartungen gingen wir in dieses Theaterstück, was womöglich an mit an dem großen Altersunterschied in unserer Gruppe lag. Bei dem Stück handelte es sich um eine sehr moderne Inszenierung des jungen Regisseurs Simon Solberg, der eine wilde Mischung aus spielerischem Spaß, menschlichen Konflikten und zeitgenössischer Coolness schuf, jedoch mit dem klassischen Text von William Shakespeare. Die Inszenierung war ganz anders als wir erwartet hatten, jedoch im positiven Sinne. So bestand sie zum Großteil aus Zitaten aus Kino, Pop, MTV und Werbefernsehen, verliert dabei jedoch nie Shakespeare aus den Augen. Am Ende waren alle sehr begeistert und es gab viel Gesprächsstoff für den Weg zur Herberge zurück.

Der Mittwoch begann nicht nur sehr früh, sondern auch mit sehr schlechtem Wetter. So hatte es sich sehr abgekühlt und da alle nicht mit dem frühen Wintereinbruch gerechnet hatten, froren alle dementsprechend. Im alten Seminarraum unterrichtete uns Herr Dr. Thomas Hartung dann über die Mediensprache. Da es noch sehr früh am Morgen war waren nicht alle schon geistig anwesend doch spätestens als es um die einzelnen Schülerzeitungen ging waren alle hellwach. Herr Dr. Hartung hatte sich im Vorfeld besonders die Onlinezeitungen schon einmal angeschaut und nach Fehlern und Verbesserungsvorschlägen gesucht. Diese wurden dann gemeinsam besprochen und alle gingen mit der Erkenntnis aus dem Raum, dass Artikel schreiben gar nicht so einfach ist und man sehr viele Sachen berücksichtigen muss. So dürfen die Sätze nicht zu komplex und die Sprache nicht zu umständlich sein und auch der Inhalt muss genau überprüft werden, da keiner mit dem Inhalt angegriffen werden soll.

Nach getaner Arbeit hatten wir nach dem Mittagessen die Möglichkeit Vorlesungen an der TU Dresden zu besuchen oder die Stadt weiter zu erkunden. Am Abend stand dann ein weiteres Journalismusseminar an der Uni an, bei dem wir jedoch nur Gäste waren und im Anschluss ging es zur Redaktionssitzung der Unizeitung Hochschulzeitung, die wöchentlich in der Sächsischen Zeitung erscheint. Dort konnten wir mit verfolgen, wie eine richtige Sitzung abläuft und wir hatten uns viele Verbesserungsvorschläge für unsere eigene Zeitung gemerkt, die wir jetzt auch erfolgreich umgesetzt haben.

Der Donnerstag begann noch schlechter als der Mittwoch denn mittlerweile war zu den eisigen Temperaturen auch noch Schnee-Regen gekommen und somit fiel die Campusführung leider aus. Trotz des schlechten Wetters machten wir uns dennoch auf zum Gläsernen VW ManufaVW_C01_3115_1ktur, einer weiteren großen Sehenswürdigkeit in Dresden. Dort angekommen hatten wir ein wenig Zeit uns umzugucken bevor es mit dem Rundgang losging. Wir erfuhren, dass dort nur der Phaeton in Handarbeit gefertigt wird und somit auch nur 25 Autos pro Tag vom Band gehen. Da alles per Handarbeit gemacht wird, werden die Phaetons auch nur auf Bestellung gefertigt. Die Manufaktur ist keine gewöhnliche denn sie ist offen hell und vor allem transparent. Auch einzigartig ist die individuelle Kundenberatung und die Nähe von Kunde und dem Auto. So gibt es die Möglichkeit, sein Auto in Fertigungsabschnitten zu begleiten und bei der Hochzeit, dem Zusammenfügen von Fahrwerk und Karosserie, dabei zu sein. Die Fertigung des Autos ist auf die Endmontage vorgefertigter Einzelteile beschränkt und findet in zwei Fertigungskreisläufen statt bevor es am Ende zur Qualitätsprüfung geht. Das Besondere an unserem Besuch war, dass am Sonntag, die Aftershowparty der Echoverleihung Klassik stattfand und wir daher auch noch den Echo zu sehen bekamen.

Hungrig aber voller guter Laune gingen wir zur Mensa, um zum letzten Mal das leckere Mittagessen zu genießen. Da der Nachmittag wieder zur freien Verfügung stand überlegten wir uns, was wir machen wollten und entschieden uns für einen Stadtrundgang. Weil das Wetter zu unseren Gunsten war verbrachten wir einige Stunden in der berühmten Prager Straße, einer großen Einkaufsmeile. Da wir am Dienstag nicht in die Frauenkirche konnten, holten wir dieses jetzt auch nach. Seit der Einweihung im Jahre 2005 ist die Frauenkirche eine Sehenswürdigkeit, die die Touristen anzieht.  Sie wurde nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und der barocke Kirchenraum und die Unterkirche laden zu Konzerten und Gottesdiensten ein. Um einen eindrucksvollen Blick über die Stadt Dresden zu erlangen muss man nur auf die Aussichtsplattform der Frauenkirche.

Nach dieser kulturellen und geschichtlichen Erfahrung ging es am Abend für uns alle zum abschließenden gemeinsamen Kinobesuch, bei dem der Film Männerherzen uns alle begeisterte. Einen besseren Abschluss hätte man sich nicht für diese schöne und interessante Woche aussuchen können. Wir haben viel gesehen aber auch dazu gelernt. So wird das Gelernte bei GLaZe umgesetzt um noch mehr Schwung zu bekommen.

Wir bedanken uns bei der Technischen Universität Dresden für die Einladung und bei Romy für die Zeit, die sie mit uns verbracht hat. Außerdem hoffen wir, dass das Projekt weiter so gut läuft und viele Schulen und Schülerzeitungen die Erfahrungen machen, die wir machen durften.

Ein Bericht von: Philipp Frankholz und Christina Broscheit

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