von Konrad Roth
Bereits im vergangenen November fand der 109. jugend presse kongress der young leaders GmbH statt. Über 100 Jungjournalisten und engagierte Jugendliche aus der gesamten Bundesrepublik erhielten vom 19. bis zum 21. November spannende Einblicke in die Arbeit eines Journalisten. In interessanten Workshops lernten sie unter anderem viele Tricks zur Optimierung der eigenen Schülerzeitungen und für die Arbeit in der Online- oder Printredaktion und sogar vor der Kamera.
Viele neue Eindrücke
Sowohl die Anreisekosten nach Bremen, wie auch die für die Rückreise, wurden vom Veranstalter übernommen. Am Freitagabend wurden die Kongressteilnehmer mit Shuttlebussen von Bremen zum Tagungsort nach Osterholz-Scharmbeck. So ergaben sich auf der Busfahrt erste Gesprächsthemen. Durch Unterhaltungen über die Länge der Anreise kam man schnell zu dem sich teilweise stark unterscheidenden Schulalltag, aber vor allem das kommende Wochenende gesprochen. „Ich habe mich schon mehrmals beworben und bin jetzt zum ersten Mal dabei. Ich bin gespannt wie es wird“, sagt eine 18-Jährige Schülerin aus Niedersachsen erwartungsvoll und trifft damit die Stimmung des voll besetzten Busses.
Im Anschluss an die Akkreditierung und einem spät gewordenen Abendessen folgte die Nachtruhe, da für die folgenden Tage viel geplant war.
Nach dem Frühstück erhielten die Jungjournalisten eine intensive Einführung in die Arbeit eines Reporters. Sie lernten von Profijournalisten großer Medienvertreter wie ARD, ZDF und WDR Ratschläge zum Erfolg der Schülerzeitungen und zu Vorbereitung und Durchführung ihrer journalistischen Arbeit.
Spannende Einblicke
Mit dem gerade Gelernten im Kopf und aufgeteilt in Kleingruppen machten sich die Jugendlichen im Anschluss daran an die Recherche für ihre Artikel. Aufgrund seiner Aktualität war das übergeordnete Thema die Logistik in der Bundeswehr. Die Schüler erhielten seltene und großartige Einblicke in diesen Bereich der Versorgung. Hierfür wurde uns vieles geboten: Neben der Simulation der Versorgung eines Außenpostens im Einsatzgebiet sahen sie die Arbeit hinter den Kulissen einer Feldküche. Sogar eine Live-Schalte zu dem Logistikknotenpunkt im afghanischen Mazār-i Scharif wurde extra für den Kongress ermöglicht. Freundlich und offen stellten sich die Soldaten den Fragen der Nachwuchsjournalisten.
Auch vor Ort konnten die Jugendlichen im persönlichen Gespräch mit einigen in der Logistik Arbeitenden, unter anderem mit dem Leiter der Logistikschule, Brigadegeneral Hartmut Tarnowski, noch einiges Interessantes erfahren und für ihre Artikel und Nachrichtenbeiträge verwenden. Mit einem festgesetzten Redaktionsschluss lernten die Jungjournalisten die Arbeit eines Reporters unter authentischen Bedingungen kennen und wurden am Abend mit der Vorführung des von der Fernsehgruppe erstellten Beitrages über den Kongress belohnt. Im Anschluss ließ man den Abend mit einer Rundfahrt auf der Weser mit Buffet ausklingen.
Der Sonntag bedeutete leider schon das baldige Ende des Kongresses. Am Vormittag wurden die verschiedenen erstellten Beiträge in den jeweiligen Redaktionen besprochen, diskutiert, verbessert, gelobt.
Außerdem erhielten die Schüler abschließend in einem Vortrag Ratschläge für ihren weiteren Weg in Richtung des professionellen Journalismus, beispielsweise, ob und wo sich Praktika empfehlen, welche Voraussetzungen erfüllt werden sollten; welche Studienstandorte sich anbieten und ob eventuell eine zusätzliche Spezialisierung in Richtung eines bestimmten Fachgebietes ratsam ist.
Eine tolle Erfahrung
Am Mittag brachten die Shuttlebusse die Teilnehmer zurück nach Bremen. Die Heimfahrt bedeutete zwar das endgültige Ende des 109. Jugendpressekongresses, machte aber trotzdem Spaß, weil man sich ein Stück des Weges mit seinen neugewonnenen Freunden unterhalten konnte. Man ließ das gemeinsam Erlebte Revue passieren und tauschte zuletzt E-Mailadressen aus, um auch nach dieser schönen Zeit in Kontakt bleiben zu können. Mit vielen neuen Eindrücken und im Gedächtnis bleibenden Erfahrungen ging es heimwärts.
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