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Jahresrückblick 2011

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Nun ist das Jahr 2011 beendet. Wir haben viel erlebt, gelacht, geweint oder den Atem angehalten. Daher ein schöner Zeitpunkt, sich noch einmal ein paar Ereignisse, die uns 2011 lange Zeit bewegt haben, in Erinnerung zu  rufen. Hier also noch einmal 4 Ereignisse des letzten Jahres:

Das 1. Ereignis, was wohl noch allen in Erinnerung geblieben ist, ist der EHEC- Erreger. Er machte unser ganzes Land im Frühjahr unsicher und versetzte alle in Aufruhr. Der EHEC-Erreger (Enterohämorrhagische Escherichia coli) stammt von der Darmbakterie Escherichia coli, kurz E.coli genannt, ab und wurde von Theodor Escherich entdeckt. Diese Krankheit ruft starken Durchfall hervor und bei schwerem Verlauf sogar Nierenversagen, was zum Tod führen kann. Nachdem die Zahl der erkrankten Personen einen rasanten Anstieg nahm – allein in Berlin wurden bis Ende Mai 214 Erkrankte gemeldet – wurde fieberhaft nach dem verantwortlichen Überträger gesucht. Sehr früh gab das Robert-Koch-Institut bekannt, den Erreger auf spanischen Gurken gefunden zu haben. Ein Irrtum, wie sich später herausstellte, die spanischen Gurken trugen nur einen harmlosen Verwandten des EHEC- Erregers. Dies kam jedoch den spanischen Bauern teuer zu stehen. Von heute auf morgen wurden keine Gurken mehr gekauft, überall blieben sie liegen und wurden weggeschmissen, wie auch Tomaten und Salat. Erst später stellte sich heraus, dass Sprossen aus einem deutschen Aufzuchtbetrieb den bösartigen Erreger verbreitet hatten. Als diese aus dem Verkehr genommen  waren, ebbte die Krankheitswelle langsam ab und wir durften endlich wieder angstfrei Salat und Gemüse genießen.

Das 2. Ereignis auf der Liste ist der Tod Osama Bin Ladens. Der Al-Kaida Chef wird in einer Schießerei von US- Spezialkräften am 2. Mai 2011 erschossen, nachdem er über viele Monate in Abbottabad (Pakistan), 60 Kilometer von Islamabad, ausfindig gemacht wurde. Auf seinen Kopf setzte zuvor Präsident Barack Obama 25 Millionen US-Dollar aus. 10 Jahre nach den Anschlägen des 11. Septembers, schaffte Amerika unter der Führung Obamas, Osama Bin Laden aufzuspüren und ordnete den geheimen Einsatz der Spezialkräfte an, die das Symbol der Terrorgruppe auslöschen sollte. Die Operation startete um 1.30 Uhr und dauerte ca. 40 Minuten. Osama Bin Laden lebte auf einem ca. 1 Millionen Dollar Anwesen, mit meterhohen Mauern und von Stacheldraht umringt. Das Haus hatte weder Telefon- noch Internetanschluss.  In dieser Nacht landeten 2 Hubschrauber mit US- Spezialkräften auf dem Dach des Anwesens. Nach einer heftigen Schießerei starb Osama Bin Laden durch einen Kopfschuss. Am folgenden Montag gab Präsident Barack Obama der Nation den Tod des Al-Kaida Chefs bekannt und sagte: „ Der Gerechtigkeit ist Genüge getan. Bin Laden war kein Muslimführer, er war ein Massenmörder“. Dieses Ereignis löste eine Diskussion darüber aus, ob Präsident Obama das Recht hatte, den Befehl zu erteilen, Bin Laden zu töten, obwohl dieser zum Zeitpunkt des Angriffs unbewaffnet war. Kritiker warfen Obama vor, dass auch ein Massenmörder eine faire Gerichtsverhandlung hätte haben müssen, auch wenn dabei die Todesstrafe verhängt worden wäre.

Der Amoklauf von Utoya ist das 3. Ereignis. Am 22. Juli 2011 legte der Norweger Anders Behring Breivik (32) in der Innenstadt von Oslo eine Autobombe, welche mit Dünger verstärkt war. Bei der Explosion starben 7 Menschen. Danach kam Anders Behring Breivik in Polizeiuniform und 2 Waffen, was für das sonst so friedliche Norwegen ungewöhnlich ist, mit einem kleinen Boot an die 30 km entfernte Ferieninsel Utoya. Auf dieser Insel fand zu der Zeit ein Feriencamp einer Sozialdemokratischen Jugendorganisation mit 15 und 16 jährigen Jugendlichen statt. Anders B. erklärte den Jugendlichen, er sei da, um sie wegen des Anschlags, der in Oslo stattgefunden hatte, zu beschützen. Jedoch fing er kurze Zeit später an, um sich zu schießen. Als die ersten Jugendlichen starben, riefen andere den Notruf an, wurden aber von der Polizei abgewiesen. Ihnen wurde gesagt, sie sollen die Leitungen nicht belegen, wenn es nichts mit dem Anschlag in Oslo zu tun habe. Währenddessen bricht auf der Insel das Chaos aus, die Jugendlichen fliehen um ihr Leben, während Anders Behring Breivik aus kurzer Distanz jeden erschießt, der sich bewegt. Die Jugendlichen versuchen durch Schwimmen das andere Ufer zu erreichen. Erst ca. 30 Minuten nach dem Anfang des Anschlags erfasst die Polizei das Unglück auf der Insel und schickt eine Sondereinheit übers Land dorthin, da ein Hubschrauber nicht einsatzbereit stand. Ca. 1 Stunde nach dem ersten Schuss des Attentäters erreichte die Sondereinheit die Nachbarinsel von Utoya, wo bereits die ersten Flüchtlinge aus dem Wasser kamen. Erst 90 Minuten nach Beginn des Massakers gelang es der Sondereinheit, Utoya zu erreichen und Anders Behring Breivik zu stellen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits um die 80 Personen getötet. Einen Tag später gestand der Attentäter und gab als Motiv an, er wollte die Sozialdemokraten treffen, da diese angeblich für die massenhafte Einreise von Muslimen in Norwegen verantwortlich seien. Am 29. November 2011 wurde ein psychiatrisches Rechtsgutachten veröffentlicht, wonach er zu der Tatzeit wegen paranoider Schizophrenie unzurechnungsfähig war.

Und das 4. Ereignis folgt nun und was könnte es anderes sein, als die Märchenhochzeit von Prinz William und der bürgerlichen Kate Middelton. Am 29. April um  12 Uhr gaben sich diese beiden das Ja- Wort in der Westminster Abbey.  Um kurz vor 12 betrat Kate am Arm ihres Vaters Michael Middelton die Kirche und entlüftete damit ein wohl gehütetes Geheimnis: Das Aussehen des von Sarah Burton entworfene Brautkleid – ein Traum in Weiß. Kommentatoren nannten es ein Kleid im „GRACE Kelly Stil“. Zu diesem Kleid trug Kate ein Diadem und einen Schleier, welcher 2,70 Meter war und von Kates Schwester Philippa getragen wurde. In der Westminster Abbey befanden sich ca. 1900 Hochzeitsgäste, unter diesen viele bekannte Gesichter, wie das Ehepaar Beckham und zahlreiche Mitglieder internationaler Königshäuser. Die ca. 1 stündige Zeremonie lief bis ins Kleinste genau geplant exakt ab. Die einzige Panne wäre wohl gewesen, dass Prinz William kurzzeitig Probleme hatte, seiner Kate den Ehering an den Ringfinger zu stecken. Nach der Zeremonie ging es mit der Kutsche, vor der 4 weiße Pferde gespannt waren, zum Buckingham Palace zu einem großen Empfang mit erlesenen Gästen.  Auf dem Balkon des Buckingham Palastes gab Prinz William Kate den ersten Kuss als Frischvermählte, was von dem Volk mit Johlen und Applaus kommentiert wurde.

Dies waren 4 erwähnenswerte Ereignisse von noch vielen weiteren des Jahres 2011. Jetzt jedoch ist wohl jeder gespannt, was das Jahr 2012 an Überraschungen für uns bereit hält.

Damit allen ein schönes neues Jahr 2012!

Tanja Knäpper

 

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